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Wissenschaftler im Labor hält ein Pflänzchen in der Hand

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Im Labor: Reagenzglas mit blauer Flüssigkeit in der Hand eines Labormitarbeiters

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Im Herzen Oberschwabens entsteht ein Hotspot für innovatives Forschen, Wirtschaften, Arbeiten und Leben

Senior Expert Service (SES) tagt in Biberach

 

Senior Expert Service (SES) tagt in Biberach

Regionale Kammerlandschaft profitiert vom Know-how ehrenamtlicher Expertinnen und Experten

 

Biberach/Bonn, 15. September 2026 Mehr als 70 ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte des Senior Expert Service (SES) trafen sich heute im Innovations- und Technologietransferzentrum ITZ Plus in Biberach zu einer Regionaltagung. Mit einer Videobotschaft eröffnete Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan die Veranstaltung. Grußworte sprachen Bettina Hartmann (stellvertretende Geschäftsführerin der SES gGmbH), Jürgen Steinhauser (SES-Vertretung Baden-Württemberg, Stuttgart), Dr. Stefan Rössler (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm) und Nikolaus Hertle (Geschäftsführer des ITZ Plus).

Die Tagung war ein deutlich sichtbares Zeichen für die Region – gerade mit Blick auf die Kammern von Industrie, Handel und Handwerk, die seit Jahren mit den Expertinnen und Experten des SES zusammenarbeiten – schwerpunktmäßig in der Ausbildungsbegleitung und der Betriebsberatung. Dazu passt, dass Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, Mitglied im Kuratorium der SES-Stiftung ist. In einer Podiumsrunde zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des SES – moderiert von Michael Torka, SES-Regionalbeauftragter für Ostwürttemberg, Ulm und Bodensee-Oberschwaben – diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam mit dem Publikum, wie sich das Ehrenamt im Sinne der Region weiterentwickeln kann.

Als eine der vier Säulen des SES – Ausland, VerAplus, Schulprogramm und German Senior Experts (GSE) – stellten sich die regionalen Experts der GSE mit ihrer Arbeit und wichtigen Impulsen für die Zukunft der Region vor. Die GSE sind das Beratungsangebot des SES, stehen den Kammern und ihren Mitgliedsunternehmen „in zweiter Reihe“ im Ehrenamt zur Seite und ergänzen deren Betriebsberatungen um praxiserprobtes Erfahrungswissen aus Wirtschaft, Verwaltung und Bildung. Allein in der Region Ostwürttemberg, Ulm und Bodensee-Oberschwaben unterstützen von den bundesweit mehr als 1.300 GSE-Experts die regionalen 30 GSE-Beraterinnen und -Berater die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammer Ulm – von der Gründungs- und Nachfolgeberatung bis hin zur IT- und Prozessberatung. Eine Übersicht aller Beraterinnen und Berater findet sich unter www.germanseniorexperts.de/beratung/unsere-berater.

Wie breit das ehrenamtliche Engagement des SES aufgestellt ist, zeigten die Impulsvorträge zu den vier Säulen der Organisation: Bei Auslandseinsätzen unterstützen Fachleute Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verwaltungen in Ländern des Globalen Südens. Allein 2025 waren sie mehr als 900-mal im Einsatz, gut ein Viertel der Einsätze entfielen auf den Bildungsbereich. Über die GSE bringen sich Expertinnen und Experten zusätzlich im Inland ein, etwa in der Unternehmensberatung oder im Integrationsmentoring für Fachkräfte aus dem Ausland. Im Schulprogramm vermitteln SES-Fachleute Berufsorientierung und MINT-Praxis in Ergänzung zum Regelunterricht. In ganz Deutschland gab es 2025 insgesamt 270 Schuleinsätze. Und bei VerAplus begleiten ehrenamtliche Tandempartnerinnen und -partner Auszubildende individuell durch die Ausbildung. Seit Programmstart 2008 kamen mehr als 27.000 Ausbildungsbegleitungen zustande. Die Erfolgsquote liegt bei 75 Prozent.

Besonders eng ist die Verbindung von VerAplus zur Handwerkskammer Ulm sowie den drei IHKs: Im dortigen Kammergebiet – den Regionen Ostwürttemberg, Bodensee-Oberschwaben und Ulm/Biberach – sind aktuell rund 140 Senior Experts für VerAplus aktiv. 2025 gab es dort 131 Anfragen nach einer Ausbildungsbegleitung, 2026 bis Mitte August bereits 78. Bei der Tagung in

Biberach waren auch die VerAplus-Regionalkoordinatorinnen und -koordinatoren dabei: Margret Russ für Ostwürttemberg und Eugen Dorsch für Bodensee-Oberschwaben, der im Vormittagsprogramm den Impulsvortrag zu VerAplus hielt.

Mit rund 2.200 registrierten Senior Experts ist Baden-Württemberg für den SES eines der mitgliederstärksten Bundesländer: Von Ostwürttemberg über Ulm bis an den Bodensee engagieren sich davon mehr als 550 Fachleute – ein Teil des bundesweiten Expertenpools von mehr als 14.000 Frauen und Männern.

1983 ging der SES als Pilotprojekt der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK, damals DIHT) an den Start. Heute ist er Spitzenreiter in seinem Metier: der Vermittlung von ehrenamtlichen Fach- und Führungskräften in Einsätze zum Know-how-Transfer im In- und Ausland. Expertennachwuchs aus allen Branchen ist ständig gesucht und herzlich willkommen.

 

Weitere Informationen und Fotomaterial Stabsstelle Kommunikation

presse@ses-bonn.de